Wichtige Fragen & Antworten rund um ASEPT®

Welche Auffälligkeiten sollte man dem Arzt mitteilen?

  • Änderungen der Ergussflüssigkeit, z. B. Farbe
  • Rötung der Katheter-Austrittsstelle
  • Flüssigkeitsaustritt an falscher Stelle, z. B. durch Loch im Katheter
  • Signifikante Änderung der abgesaugten Ergussmenge
  • Plötzliches Anhalten der Drainage
  • Versehentliches Ziehen am oder Lageänderung des Katheters

Darf man mit den ASEPT® Katheter duschen?

Grundsätzlich ja. Der den Drainageflaschen beiliegende Folienverband ist wasserundurchlässig und atmungsaktiv. Der implantierende Arzt sagt dem Patienten, ab wann er nach der Implantation duschen darf. Wichtig ist, dass der Folienverband die Kompressen komplett abdeckt.

Wie lange müssen die Fäden liegen bleiben?

Der Arzt gibt vor, wann die Fäden gezogen werden können. Der Haltefaden sollte nach 30 Tagen gezogen werden.

Kann die Drainage schmerzen?

Ja, in seltenen Fällen kann es am Anfang oder am Ende der Drainage schmerzen. Gegen Ende kann auch ein Hustenreiz ausgelöst werden. Schließen Sie dann die Klemme des Flaschenschlauchs, um die Drainage einige Minuten zu unterbrechen. Öffnen Sie die Klemme dann ganz langsam erneut.

Wann wird der Katheter wieder entfernt?

Wenn das abgesaugte Flüssigkeitsvolumen bei drei aufeinanderfolgenden Drainagen weniger als 50 ml beträgt, kann der Arzt entscheiden, den Drainage-Katheter wieder zu entfernen. Bei einem Pleuraerguss geschieht dies in rund 60% aller Fälle, bei Aszites in der Regel nicht.

Wie häufig soll Ergussflüssigkeit abgesaugt werden?

Im Normalfall gibt der Arzt vor, wie oft abgesaugt werden soll. Oft können Patienten nach ärztlicher Rücksprache je nach Stärke der Beschwerden auch selbst mitentscheiden.

Wer beantwortet Fragen zur Handhabung?

Fragen zur Drainage oder zur Handhabung beantwortet der Arzt oder der Pflegedienst. Fragen zu den ASEPT® Produkten beantworten die Mitarbeiter der pfm medical.

Können ASEPT® Produkte mehrfach benutzt werden?

Nein! Es handelt sich um Produkte zum Einmalgebrauch. Ebenso dürfen vor Gebrauch unsteril gewordene Produkte nicht verwendet werden. Eine Resterilisation ist nicht möglich.

Benötigt das Katheterventil eine Verschlusskappe?

Nein. Ventil bzw. Katheter werden einfach mit Kompressen und Pflaster verbunden. Separate Verschlusskappen sind aufgrund des selbstschließenden Ventils überflüssig. Wichtig ist die korrekte Reinigung des Ventils vor und nach der Drainage mit den beiliegenden Alkoholtüchern.

Welche Funktion hat die blaue Klemme?

Es handelt sich dabei um eine Notfall-Schiebeklemme, falls der Katheter durchstochen oder durchschnitten wurde. In solchen Fällen bitte folgendermaßen vorgehen:

  • Den Katheter mit den Fingern fest zudrücken.
  • Die blaue Notfall-Schiebeklemme, die den Flaschen beiliegt, über den Katheter zwischen den Körper des Patienten und die Austrittstelle führen und so den Katheter verschließen.
  • Sofort den Arzt oder Pflegedienst verständigen.

Empfehlung: Legen Sie sich eine blaue Klemme griffbereit zur Seite. Sie muss nicht steril sein.

Was tun, wenn das Ventil verstopft ist?

Dies kann unter Umständen bei längerer Liegedauer auftreten. In diesen Fällen kann der Hausarzt die Verstopfung des Katheters möglicherweise durch eine Spülung lösen. Sollte dies nicht möglich sein, kann das verstopfte Ventil ausgetauscht werden. Die Verschreibung eines Ersatzventils erfolgt durch den Arzt. 

Was tun, wenn der Katheter verstopft ist?

Eine Verstopfung des Katheters tritt in der Regel deutlich seltener auf ein verstopftes Ventils. Sollte es dennoch vorkommen, kann der Hausarzt den Katheter spülen, um die Verstopfung zu lösen. Sollte dies nicht helfen, müsste eine Explantation in Betracht gezogen werden. 

Kann der ASEPT® Katheter auch für die regionale Chemotherapie bei einer Peritonealkarzinose verwendet werden?

Der Katheter ist aus regulatorischen Gründen nicht für die regionale, intraperitoneale Gabe von Chemotherapeutika geeignet. Eine Verwendung zu diesem Zweck stellt einen Off Label Use dar.

Kontakt

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