Behandlung von Hernien mit titanisierten Netzimplantaten - Informationen für medizinisches Fachpersonal

Seit 2002 unverändert im Einsatz, setzt das titanisierte Netzimplantat TiMESH einen Maßstab für die Hernienchirurgie in Sachen Nutzen, Qualität und Handling.1 Neben TiMESH, welches für die intra- und extraperitoneale Versorgung aller Hernienarten universell einsetzbar ist, gibt es noch weitere titanisierte Netzimplantate, die speziell für bestimmte Hernienarten konzipiert sind.

Titanisierte Netzimplantate

Nachgewiesener Nutzen
Die titanisierte Oberfläche des Netzes bringt nachgewiesenen Nutzen für die Patienten. Zahlreiche Studien belegen die Vorteile von titanisierten Polypropylen-Netzen gegenüber herkömmlichen Polypropylen-Netzen. TiMESH ermöglicht nachweislich mehr Lebensqualität für Patienten.6

Sicher und bewährt
Weltweit vertrauen Anwender auf die bewährte Spitzenqualität: bisher wurden mehr als 500.000 Patienten mit TiMESH versorgt.

Quality made in Germany
Die Entwicklung und Produktion der titanisierten Netze erfolgt am pfm medical Standort in Nürnberg. So stellen wir als zuverlässiger Partner „Quality made in Germany“ sicher.
 

Vorteile für Anwender

  • Einfache Handhabung2
    Die hydrophile Eigenschaft der titanisierten Oberfläche lässt das Netz an der Abdominalwand haften. Dadurch ist das Netz ausgezeichnet zu modellieren und während des Eingriffs leicht handzuhaben.
  • Sehr gute Sichtbarkeit
    Nach der Anhaftung des Netzes an der Abdominalwand sind Strukturen hinter dem Netz sichtbar. Die Bedeckung der Hernie ist einfacher und das Verletzungsrisiko von Nerven oder Gefäßen minimiert. 
  • Leichtgängige Trokarpassage
    Titanisierte Netze können einfach im eingerollten Zustand in den Trokar eingebracht werden (bis 3 mm Trokar mit TiMESH extralight 16 g/m2). Dank der ausgezeichneten Modellierbarkeit ist das Ausrollen ebenso problemlos möglich. 
  • Universell einsetzbar
    TiMESH ist für alle OP-Techniken inklusive IPOM bestens geeignet. Dies reduziert den Platzbedarf im OP, da sich die Anzahl der Artikel verringert.
  • Sehr gutes Einwachsverhalten
    Die titanisierte, hydrophile Oberfläche des Netzimplantats ermöglicht ein besseres Zellwachstum3 und reduziert das Entzündungsrisiko4, was wiederum zu weniger Narbenbildung führt und damit die Gefahr der Netzschrumpfung verringert5,11
Höhere Zellvitalität durch Titanisierung (3)

Vorteile für Patienten

  • Bessere Verträglichkeit
    Durch die Titanisierung treten postoperativ weniger Serome auf.6 
  • Weniger postoperative Schmerzen
    Patienten haben weniger Schmerzen und demzufolge weniger Schmerzmittelbedarf.7
  • Schnellere Rekonvaleszenz
    Nach der Implantation von titanisierten Netzen können Patienten früher in einen beschwerdefreien Alltag zurückkehren.7,8 
  • Weniger Fremdkörpergefühl
    Durch die Titanisierung ist die Entzündungsreaktion minimiert, was zu weniger Narbenbildung und somit zu geringerer Netzschrumpfung führt.4,5,9,10,11 Durch das sehr gute Einwachsverhalten nehmen Patienten das Netz weniger als Fremdkörper wahr.6

Einsatzbereiche

TiMESH - ein Netz für alle Hernien

Das titanisierte Netzimplantate TiMESH ist unabhängig von der OP-Methode für den universellen Einsatz bei allen intra- und extraperitonealen Hernien konzipiert. Die/der Operierende wählt einfach die passende Netzgröße oder den passenden Zuschnitt und kann diese für jede OP-Technik inkl. IPOM verwenden. Eine individuelle Netzanpassung ist jederzeit möglich.

So können alle Hernien-Arten mit dem Netzimplantat behandelt werden:

  • Inguinale Hernien
  • Femorale Hernien
  • Inzisionale Hernien
  • Umbilikale Hernien
  • Epigastrische Hernien
  • Parastomale Hernien
  • Hiatale Hernien

Spezielle Netze für spezielle Anforderungen

  • TiLENE® Blue Mesh ist für alle Hernien und OP-Techniken, inklusive des intraperitonealen Einsatzes (IPOM), geeignet.
  • TiLENE® Strip kann für die Prävention von Narbenhernien eingesetzt werden.
  • TiLENE® Guard ist für die Prävention und Behandlung von parastomalen Hernien konzipiert.
  • TiLENE® Inguinal wurde speziell für die Behandlung von Leisten- und Inguinalhernien entwickelt. 
  • TiSURE® kommt bei der Behandlung von Zwerchfelldefekten zum Einsatz.

Allgemeine Produkt-Details

  • Titanisiertes Typ-1a-Polypropylennetz
  • Gewicht: 16 g/m2, 24 g/m2, 35 g/m2 oder 65 g/m2
  • Porengröße: 1,0 mm oder 3,0 mm
  • Monofiles Gewirke
  • Nicht resorbierbar
  • Atraumatische, lasergeschnittene Ränder
  • EO-sterilisiert (Ethylenoxid), pyrogenfrei

Leitlinien

IPOM mit TiMESH

Die universelle Anwendbarkeit, die ausgezeichneten Produkteigenschaften sowie der nachweisliche Nutzen machen TiMESH zu einem Spitzenprodukt für die Hernienchirurgie. Die International Endohernia Society (IEHS) hat TiMESH in ihre Leitlinien für die laparoskopische Behandlung von ventralen und inzisionalen Hernien der Bauchwand aufgenommen12.

Quality made in Germany

Volle Kontrolle über den gesamten Entwicklungs- und Herstellungsprozess ist ein bedeutender Faktor für die Qualität des Endprodukts und seine Performance in der medizinischen Anwendung. Daher erfolgt die Entwicklung sowie die Herstellung titanisierter Netzimplantate in unserem Nürnberger Tochterunternehmen pfm medical titanium gmbh. Wie unsere anderen Produktionsstätten in Deutschland, der Schweiz und in den USA, ist auch pfm medical titanium umfassend zertifiziert und entspricht den höchsten Qualitäts- und Technologiestandards der Healthcare-Branche. 

Produkte

Für alle Hernienarten:
TiMESH
Für Zwerchfelldefekte:
TiSURE®
Für alle Hernienarten:
TiLENE® Blue Mesh
Zur Prävention von Narbenhernien:
TiLENE® Strip
Für parastomale Hernien:
TiLENE® Guard
Für Leisten- und Inguinalhernien:
TiLENE® Inguinal
 
 

  1. CE-Kennzeichnung des titanisierten Herniennetzes TiMESH: 2002
  2. Wintermantel, E., S.-W.H., Medizintechnik Life Science Engineering. Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2009, 5 Edition.
  3. Lehle K., Lohn S., Verbesserung des Langzeitverhaltens von Implantaten und anderen Biomaterialien auf Kunststoff basis durch plasmaaktivierte Gasphasenabscheidung (PACVD), Abschlussbericht Forschungsverbund “Biomaterialien (FORBIOMAT II)” 2002, 149–173.
  4. Scheidbach H., Tamme C., Tannapfel A., Lippert H., Köckerling F., In vivo studies comparing the biocompatibility of various polypropylene meshes and their handling properties during endoscopic total extraperitoneal (TEP) patchplasty: an experimental study in pigs. Surg Endosc., 2004. 18(2): p. 211-220.
  5. Scheidbach H., Tannapfel A., Schmidt U., Lippert H., Köckerling F., Influence of titanium coating on the biocompatibility of a heavyweight polypropylene mesh. An animal experimental model. Eur Surg. Res., 2004. 36(5): p. 313-317.
  6. Horstmann R., Hellwig M., Classen C., Röttgermann S., Palmes D., Impact of polypropylene amount on functional outcome and quality of life after inguinal hernia repair by the TAPP procedure using pure, mixed, and titanium-coated meshes. World J Surg., 2006. 30(9): p. 1742-1749.
  7. Moreno-Egea A., Carrillo-Alcaraz A., Soria-Aledo V., Randomized clinical trial of laparoscopic hernia repair comparing titanium-coated lightweight mesh and medium-weight composite mesh. Surg Endosc, 2013. 27(1): p. 231-239.
  8. Koch A., Bringman S., Myrelid P., Smeds S., Kald A., Randomized clinical trial of groin hernia repair with titanium-coated lightweight mesh compared with standard polypropylene mesh. Br. J. Surg., 2008. 95(10): p. 1226-1231.
  9. Zhu L. M., Schuster P., Klinge U., Mesh implants: An overview of crucial mesh parameters.World J Gastrointest Surg,2015. 7(10): p. 226-236.
  10. Wood A. J., Cozad M. J., Grant D. A., Ostdiek A. M., Bachman S. L., Grant S. A., Materials characterization and histological analysis of explanted polypropylene, PTFE, and PET hernia meshes from an individual patient. J Mater Sci Mater Med, 2013. 24(4): p. 1113-1122.
  11. Schug-Paß C., Tamme C., Tannapfel A., Köckerling F., A lightweight polypropylene mesh (TiMesh) for laparoscopic intraperitoneal repair of abdominal wall hernias: : comparison of biocompatibility with the DualMesh in an experimental study using the porcine model., Surg Endosc. 2006, 20(3): 402-409.
  12. Bittner, R., Bingener-Casey, J., Dietz, U. et al., Guidelines for laparoscopic treatment of ventral and incisional abdominal wall hernias (International Endohernia Society [IEHS]) - Part III. Surg Endosc 2014, 28:380–404.