TiLOOP® Clip


Das TiLOOP® Clip-Netzimplantat eignet sich für die Kolposakropexie bei Vaginalprolaps. Dank herausragender Biokompatibilität ermöglicht es eine bessere Lebensqualität und eine kürzere Rekonvaleszenz.


Vorteile

Herausragende Biokompatibilität  Das Netzimplantat ist titanisiert, besonders leicht und hydrophil und deshalb hervorragend biokompatibel. 

Ausgezeichnete Lebensqualität bei kürzerer Rekonvaleszenz  Die hervorragende Biokompatibilität ermöglicht minimalste Entzündungsraten, Schrumpfung und Migration sowie kürzere Rekonvaleszenz. Das Implantat wird nicht als Fremdkörper wahrgenommen. Postoperative Schmerzen werden vermieden. 

Weltweit einzigartige Technologie  Das bei der Herstellung angewandte nano-technologische Veredelungsverfahren zur kovalenten Bindung  zwischen Titanoxidoberfläche und Polypropylen ist patentgeschützt und damit weltweit einzigartig.

Details

  • Lasergeschnittene Kanten
  • Großporige Struktur
  • Monofiles Gewirke

Techn. Daten

  • Spannungsfreies Netzgewebe aus titanisiertem Polypropylen zur defektorientierten Beckenbodenrekonstruktion (Kolposakropexie bei Vaginalprolaps)
  • Material: Polypropylen mit kovalent gebundener, titanisierter Oberfläche
  • Schichtstärke der Titanisierung: ca. 30 – 50 nm
  • Gewebe: verkettelte, einfädige Faser
  • Kantenausführung: Laserschnitt, gerundet
Eigenschaften
  extralight light
Gewicht 16 g/m2 35 g/m2
Stärke (DIN EN ISO 5084) 0,20 mm 0,30 mm
Porengröße ≥ 1 mm ≥ 1 mm
Fadendurchmesser 30 dtex (65 µm) 58 dtex (90 µm)
Porösität 2D 73 % 61 %
Porösität 3D 91 % 87 %
Physiologische Elastizität bei 16 N 23 % 20 %
Bruchlast (Grab Test) 37 N 61 N
Abmessungen (mm)
a b c d
100 50 150 52

Praxis

Implantation

Die abdominelle Kolposakropexie mit Mesh-Interposition ist ein Standardverfahren zur Therapie des Scheidenstumpfvorfalls. Eine genaue Präparation des Scheidenstumpfs ist Voraussetzung für ein gutes Langzeitergebnis.

Die Scheidenvorderwand sollte immer ventral und dorsal vor der Fixierung auf einer Länge von mindestens 3 – 4 cm Länge präpariert werden. Eine Fixierung erfolgt an der Scheide mit resorbierbarem Material und ca. 2 cm unterhalb des Promontoriums am Ligamentum flavum mit nicht resorbierbarem Nahtmaterial.

Wissen

Titanisierung

Ein Prozess zur Metallisierung komplexer Bauteile und gleichzeitiger Erzielung haftfester Verbindungen ist das CVD-Verfahren (chemical vapor deposition). Da bei diesem Verfahren jedoch die Temperatur über 150 °C liegt, scheidet es für viele,  unter dieser Hitze nicht formbeständigen prothetischen Materialien (z. B. Polypropylen) aus.

Daher erfolgt die Titanisierung von Kunststoffimplantaten in einem speziellen Plasmabeschichtungs-Verfahren, dem sogenannten PACVD-Verfahren (plasma activated chemical vapor deposition), bei niedriger Temperatur.

Als Plasma bezeichnet man ein angeregtes (ionisiertes) Gas. Die Atome/Moleküle darin sind hochenergetisch. Dennoch ist das Plasma nicht heiß. Im Alltag ist Plasma beispielsweise aus Leuchtstoffröhren bekannt. Die elektrisch angeregten Gasbestandteile emittieren aufgrund ihrer hohen Energie Licht und die Leuchtstoffröhre bleibt kalt.

Zur Titanisierung wird gasförmiges Titan als sog. Precursor in die Beschichtungskammer eingebracht. Durch die Zufuhr von Energie in Form eines Plasmas, wird der Precursor in einzelne ionisierte Atome gespalten. Diese ionisierten Titanatome besitzen an der Oberfläche freie Elektronen.

Neben dem Precursor regt das Plasma auch die Oberfläche der Kunststoffimplantate an, so dass sich auch hier freie Elektronen an der Oberfläche befinden. Durch den Kontakt der ionisierten Titanatome mit der ebenfalls ionisierten Implantatoberfläche gehen die jeweils freien Elektronen kovalente Bindungen ein. Kovalente Bindungen gelten als die stärksten chemischen Verbindungen, weshalb das Titan mit dem Kunststoff praktisch unlösbar verbunden ist.

Somit wird ein Verbundmaterial geschaffen, an dessen Oberfläche sich eine nur ca. 30 – 50 nm (1 Nanometer = 1 Millionstel Millimeter) dünne, hoch biokompatible Titanschicht befindet. Die Schicht ist so dünn, dass sie zum einen transparent ist und zum anderen eine sehr hohe Flexibilität aufweist.

Durch die gasförmige Zufuhr des Titanprecursors gelangt dieser an alle Stellen des Kunststoffimplantates. Dieses wird somit auf der gesamten Oberfläche, also auch in Zwischenräumen komplexer Geometrien, komplett und gleichmäßig titanisiert.

Hersteller

pfm medical titanium gmbh

Südwestpark 42

90449 Nürnberg, Germany

Bestelldaten

TiLOOP® Clip
REFGewichtGrößeMaterialVPE
600047816 g/m2, extralight10 x 15 cmtitanisiertes Polypropylen3
600047935 g/m2, light10 x 15 cmtitanisiertes Polypropylen3