Das menschliche Herz Herzfehler einblendenausblenden

Das menschliche Herz

Mögliche Herzfehler


Persistierendes Foramen ovale - PFO

Was ist das PFO?

Das persistierende Foramen ovale (PFO) ist eine kleine ventilähnliche Öffnung in der Vorhofscheidewand. Die Verbindung zwischen den Vorhöfen besteht bei einem PFO nicht dauerhaft, kann sich aber unter bestimmten Umständen kurzzeitig öffnen. Ist dies der Fall, kann sauerstoffarmes Blut aus dem rechten Vorhof in den linken Vorhof gelangen. 

Wie entsteht dieser Herzfehler?

Bei ungeborenen Kindern ist die Vorhofscheidewand nicht vollständig geschlossen. Das sogenannte Foramen ovale bildet eine Verbindung zwischen beiden Vorhöfen und ermöglicht den Blutfluss vom rechten in den linken Vorhof. Da das ungeborene Kind noch keinen funktionierenden Lungenkreislauf benötigt, wird dieser durch die Verbindung zwischen beiden Vorhöfen umgangen. Mit der Geburt beginnt diese Verbindung sich zu schließen. Geschieht dies nicht, spricht man vom persistierenden Foramen ovale. 

Wie wird das PFO behandelt?

Oft ist das PFO so klein, dass es kein gravierendes Problem darstellt und nicht behoben werden muss. Der Austausch kleiner Mengen Blut zwischen den Vorhöfen ist per se nicht kritisch. Ist das PFO jedoch größer oder neigt ein erwachsener Patient zu Thrombenbildung, kann ein interventioneller Verschluss sinnvoll sein. 

Hierbei wird im Regelfall zunächst über ein Schluckultraschall des Herzens die Größe des PFO ermittelt. Im Anschluss wird ein Spezialkatheter im Bereich der Leiste über die Blutgefäße zum Herzen geschoben. Durch diesen wird dann ein Okkluder in der richtigen Größe in das Herz geführt und in der Öffnung platziert. Der Okkluder verschließt das Loch und wächst mit der Zeit fest ein. 

Sehen Sie hier, wie der Okkluder Nit-Occlud® PFO eingesetzt wird.